Teil eines Werkes 
3. Theil (1836)
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hätte, ſei am hellen Tage einem ganzen Volke, wie für eine wollüſtige Nacht gekleidet, gezeigt. Er weinte aus Wuth über dies entweihte, befleckte, für immer gewelkte Geheimniß der Liebe. Er weinte aus Wuth, wenn er dachte, wie viel unreine Blicke über dies loſe geknüpfte Hemd ſich freuten; wie das reizende Mädchen, die jung⸗ fräuliche Lilie, der Becher voll Schaam und Entzücken, den er nur zitternd mit den Lippen berührt hätte, zum öffentlichen Napf ward, woraus die niedrigſte Bevölke⸗ rung von Paris, Diebe, Bettler, Lakaien, ein ſchaam⸗ loſes, unreines, geſchändetes Vergnügen ſchöpften.

Und wann er dann wieder das Glück zu ahnen ſuchte, das ihm auf der Erde hatte zu Theil werden können, wäre er nicht Prieſter, wäre ſie nicht Zigeunerin, hätte ſie Phoebus nicht erblickt und ihn geliebt; wann er dachte, ein Leben voll Heiterkeit und Liebe ſei auch ihm möglich geweſen; auf der Erde gäbe es hin und wieder glückliche Paare, die bei'm Anblick der Abendſonne oder der geſtirnten Nacht am Ufer der Quellen und in Oran⸗ genhainen, unter ſüßem Geſpräche ſchwelgten; hätte Gott es gewollt, ſo wäre er mit ihr ein geſegnetes Paar geworden. Dann zerſchmolz ſein Herz in Zärtlichkeit und Verzweiflung.

Oh!l ſie iſt es! dieſer ſixe Gedanke kehrte folternd ihm unaufhörlich wieder, nagte ihm am Gehirn, und zerſchnitt ſeine Eingeweide. Er empfand keine Reue. Alles, was er gethan, war er bereit, noch einmal zu

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