Teil eines Werkes 
3. Theil (1836)
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wählen; er ſah ſich gleichſam verwirrt, getrieben von dem ſchrecklichen Grèveplatz, von dem er dunkel fühlte, er liege hinter ihm. So ging er den Berg St. Genisve entlang, und verließ endlich die Stadt aus dem Thore St. Viktor. Er fuhr fort, zu fliehen, ſo lange er die Ringmauer der Thürme der Univerſität und die ſeltnen Häuſer der Vorſtadt erblicken konnte; als aber eine Falte des Terrains ihm das verhaßte Paris gänzlich entzogen hatte, als er ſich auf hundert Stunden von der Stadt entfernt, im Felde und in einer Wüſte wähnen konnte, blieb er ſtehen, und es ſchien, als athme er auf.

Da drängten ſich furchtbare Gedanken in ſeinem Geiſte. Er durchſchaute ſeine Seele und bebte. Er dachte an das unglückliche Mädchen, das er vernichtete und wodurch er vernichtet ward. Er warf einen verſtörten Blick auf die gewundenen Pfade, worauf das Geſchick ſie beide führte, bis am Durchſchneidungspunkte ſie ſich unerbittlich Beide an einander zerſchmetterten. Er dachte an die Thorheit ſeiner Gelübde für die Ewigkeit, an die Eitelkeit des Wiſſens, der Keuſchheit, der Religion, der Tugend, an die Nutzloſigkeit Gottes. Mit Freude ver⸗ ſank er in böſe Gedanken, und je mehr in ſeinem Her⸗ zen er ſich in ſie vertiefte, vernahm er das Hohnlachen des Satans in ſeinem Herzen.

Er grinſ'te noch bitterer, wenn er, ſeine Seele ſo durchwühlend, den weiten Raum erblickte, den in ſeinem Herzen die Natur den Leidenſchaften bereitet hatte. Alle