Teil eines Werkes 
2. Theil (1836)
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auf's Pflaſter.Tragt ſie zum Karren, ſprach Char⸗ molue,und macht der Sache ein Ende!

Niemand hatte bis dahin auf der Gallerie der Königs⸗ ſtatuen über den Spitzbögen des Portals einen ſonderbaren Zuſchauer bemerkt, der bis dahin unbeweglich, mit ausge⸗ ſtrecktem Halſe, mit ſo entſtelltem Geſicht zugeſchaut hatte, daß man, ohne ſein halb rothes und violettes Kleid, ihn für eines der ſteinernen Ungeheuer gehalten hätte, aus deren Rachen ſeit ſechshundert Jahren die Rinnen der Kathedrale ſich ausleeren. Dieſem Zuſchauer war nichts entgangen, was ſeit zwölf Uhr am Portale ſich ereignet hatte. Schon in den erſten Augenblicken hatte er, ohne daß es Jemand bemerkte, einen dicken Strick mit Knoten, deſſen Zipfel bis auf die Treppe hinabhing, auf ein Säulchen der Gallerie gebunden. Dann ſchaute er ruhig zu, und pfiff bisweilen, wenn eine Amſel vorüberflog. Plötzlich, als ein Henkersknecht ſich anſchickte, den phlegmatiſchen Befehl des Meiſter Charmolue auszuführen, ſprang er über das Geländer, packte den Strick mit Füßen, Knieen und Hän⸗ den, dann flog er auf die Fasade wie ein Regentropfen, der an einer Glasſcheibe hinabrinnt, ſtürzte auf die bei⸗ den Henker mit der Schnelligkeit einer vom Dach gefal⸗ lenen Katze, ſchlug ſie mit ſeinen Fäuſten zu Boden, hob die Zigeunerin mit einer Hand, wie ein Kind ſeine Puppe, in die Höhe, und ſprang mit einem Satz in die Kirche zurück, indem er das Mädchen Aber ſeinem Haupte hielt, und mit furchtbarer Stimme ausrief:Freiſtatt!

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