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Haupt ſank auf ſeine Bruſt; er kreuzte die Hände, und dann ſah man ihn mit dem Kreuz, den Kerzen und Prieſtern unter den dunklen Bogen der Kathedrale ver⸗ ſchwinden, ſeine männliche Stimme erloſch allmählig im Chor mit dem Geſange der Verzweiflung:„Omnes gurgites tui et fluctus tui super me transierunt.“ Zugleich erklang das Eiſen an den Hellebarden der Tra⸗ banten, das unter den Saͤulen des Schiffs allmählig erſtarb, wie der Hammer einer Uhr, der die letzte Stunde der Verurtheilten verkündete.
Die Thore von Notre⸗Dame ſtanden noch offen und zeigten die Kirche, leer, einſam, trauernd, ohne Kerzen und Geſang. Die Verurtheilte ſtand unbeweglich auf ihrem Platz und wartete, bis man ſie ergriff. Einer der Sergeanten mit der Ruthe mußte Meiſter Char⸗ molue dies bemerklich machen; denn dieſer ſtudirte wäh⸗ rend der ganzen Scene das Basrelief des Portals, das nach Einigen Abrahams Opfer, nach Andern die Opera⸗ tion bei'm Aufſuchen des Steins der Weiſen darſtellt, ſo daß der Engel als Sonne, der Holzſtoß als Feuer, Abraham als der Künſtler erkläxt wird.
Man konnte ihn nur mit Mühe ſeiner Träumerei entreißen; endlich gab er ein Zeichen, und zwei gelb gekleidete Männer, Knechte des Henkers, gingen auf die Zigeunerin zu, ihr die Hände zu binden.
Vielleicht empfand die Unglückliche, als ſie den unheilvollen Karren wieder beſtieg, und im Begriff war,


