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Ohr(die Zuſchauer meinten, er wolle ihre letzte Beichte hören):„Willſt du mein ſein? Noch kann ich dich retten.“
Sie beſchaute ihn mit ſtarrem Blick.—„Geh, Teu⸗ fel, oder ich klage dich an.“— Er lächelte furchtbar: „Man wird dir nicht glauben, du wirſt nur Aergerniß zum Verbrechen hinzufügen: Antworte ſchnell! Willſt du mein ſein?“—„Wo iſt mein Phoebus?“—„Todt.“
In dem Augenblick erhob der elende Archidiakonus mechaniſch ſein Haupt, und ſah auf dem Balkon des Hauſes Gondelaurier den Kapitän neben Fleur⸗de⸗Lys ſtehen. Er wankte, fuhr mit der Hand über die Augen, ſah noch einmal hin, murmelte eine Verwünſchung, und alle ſeine Züge zogen ſich heftig zuſammen.
„Gut! du ſollſt ſterben! Niemand ſoll dich haben,“ murmelte er zwiſchen den Zähnen. Dann erhob er die Hand und rief mit einer Leichenſtimme:„I nunc, anima anceps, et sit tibi deus misericors!“
Dies war die furchtbare Formel, womit man damals dieſe düſtern Ceremonien ſchloß, das Signal, welches der Prieſter dem Scharfrichter gab. Das Volk ſank auf die Kniee.
„Kyrie Eleyson“ riefen die Prieſter unter dem Spitzbogen des Portals.„Kyrie Eleyson“ wiederholle das Volk mit einem Rauſchen über alle Köpfe, gleich dem Brauſen eines bewegten Meeres.„Amen“ ſprach der Archidiakonus.
Er wandte der Verurtheilten den Rücken; ſein


