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die man Welt nennt, und die ganz beſonders fuͤr den ewigen Kranken geſchaffen iſt, den man Menſch nennt!“
Kalt erwiederte Dom Claude:„Ich läugne weder die Pharmacie, noch den Kranken. Ich läugne den Arzt.“
„Alſo iſt's falſch,“ hegann Coictier leidenſchaftlich auf's Neue,„die Sicht ſei eine innere Flechte, man heile eine Schußwunde durch die Anwendung einer gebratenen Maus; friſches, paſſend in die Adern gegoſſenes Blut verjünge alte Venen, und der Emproſtathonos folge dem Opiſtathonos.“
Der Archidiakonus erwiederte kalt:„Ueber gewiſſe Dinge denke ich auf meine Weiſe.“ Coictier ward roth aus Zorn.
„Still, ſtill, guter Coictier, ärgert Euch nicht,“ ſagte der Gevatter Tourangeau;„der Herr Archidiakonus iſt unſer Freund.“ Coictier beruhigte ſich, murmelte aber zwiſchen den Zähnen:„Er iſt verrückt.“
„Sott's Oſtern! Meiſter Claude,“ begann der Ge⸗ vatter auf's Neue nach einigem Schweigen,„ich fühle Zwang in Eurer Nähe. Um zwei Dinge wollte ich Euch um Rath fragen, um meine Geſundheit und meinen Stern.“—„Herr,“ erwiederte der Archidiakonus,„war das Euer Gedanke, hättet Ihr beſſer gethan, Euch auf den vielen Stufen meiner Treppe nicht außer Athem zu ſteigen. Ich glaube weder an die Medicin, noch die Aſtrologie.“
„Wahrhaftig!“ rief der Gevatter überraſcht aus.


