Teil eines Werkes 
2. Theil (1836)
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blick auf ſeinen Gefährten warf.Meint Ihr, Gevatter Coictier? fragte dieſer.

Dieſe mit dem Tone des Vorwurfs und des Erſtau⸗ nens ausgeſprochenen Worte lenkten ſchnell die Aufmerk⸗ ſamkeit des Archidiakonus auf den Unbekannten. Jener hatte jedoch, um die Wahrheit zu berichten, nicht einen Augenblick ſich von ihm gänzlich abgewandt, ſeit der Fremde ſeine Thürſchwelle überſchritten hatte. Auch konn⸗ ten nur die tauſend Gründe, den allmächtigen Arzt Lud⸗ wigs XI. zu ſchonen, ihn dahin bringen, dieſen in der Begleitung ſo gütig aufzunehmen. Auch hatte ſein Antlitz eben keinen herzlichen Ausdruck, als Coictier zu ihm ſagte:

Ich bringe, Dom Claude, Euch hier einen Gevatter, der wegen Eures Rufes mit Euch Bekanntſchaft zu machen wünſcht.

Der Herr iſt auch Gelehrter? fragte der Archi⸗ diakonus, indem er auf Coictiers Gefährten einen durch⸗ dringenden Blick heftete. Unter den Brauen des Unbe⸗ kannten bemerkte er aber nicht weniger ſcharfe, argwöh⸗ niſche Blicke. So weit er bei dem ſchwachen Schein der Lampe ihn prüfen konnte, war es ein Greis von ungefähr ſechzig Jahren, von mittlerer Größe, der ziem⸗ lich krank und gebrochen zu ſein ſchien. Sein Profil bildete eine mehr bürgerliche Linie, hatte aber einen mächtigen und ſtrengen Ausdruck; ſein Augapfel funkelte unter hoch gewölbten Brauen, und glich einem Licht im Grunde einer Höhle; unter der übergeſchlagenen und