pleine, geheime Zelle hatte einrichten laſſen, wo ohne ſeine Erlaubniß Niemand, ſelbſt nicht der Biſchof eintreten durfte. Dieſe Zelle war einſt, faſt unter Rabenneſtern vom Biſchofe Hugo von Beſangon*) gebaut, der zu ſei⸗ ner Zeit Zauberei getrieben hatte. Niemand wußte, was dieſe Zelle enthielt; oft aber ſah man vom ufer aus, wie des Nachts in kurzen und gleichen Zwiſchenräumen hinter einer Luke ein röthliches, oft unterbrochenes Licht erſchien und verſchwand, welches dem Blaſen des Athems zu folgen, und eher von einer Flamme, als von einer Kerze zu ſtammen ſchien. Im Schatten brachte dies bei der Höhe einen ſonderbaren Effekt hervor; dann ſagten die guten Frauen: der Archidiakonus hläſt das Feuer an; die Hölle ſchimmert dort oben.
Bei alle dem fand ſich kein Beweis der Zauberei vor, allein genug Rauch, um Feuer zu vermuthen, und ſo erhielt denn der Archidiakonus einen ziemlich furcht⸗ baren Ruf. Wir müſſen aber hinzufügen, die Wiſſen⸗ ſchaft Aegyptens, die Nekromantie, die Magie, ſelbſt die weiße und unſchuldige, beſaß keinen ſo unerbittlichen An⸗ geber wie ihn vor dem geiſtlichen Gericht Unſrer Frau. Mögte dies aufrichtiger Schauder oder abſichtliches Spiel ſein, wie der Räuber, haltet den Dieb, zu rufen pflegt, ſo hinderte dies dennoch nicht, daß die gelehrten Häupter des Kapitels ihn wie eine Seele betrachteten,
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*) Hugo I. de Biſuntio 1326— 1332,
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