Teil eines Werkes 
1. Theil (1836)
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ſiſch über eine Schenke herfielen, quasi classico exci- tati, den Wirth mit gefährlichen Stöcken prügelten, das Haus luſtig plünderten und ſogar die Weinfäſſer im Keller einſchlugen, oder auch der Submonitor von Torchi brachte Claude einen Bericht in ſchönem Latein mit der ſchmerzhaften Randbemerkung: Rixa; prima causa vi- num optimum potatum. Endlich hieß es, ſeine Abſchwei⸗ fungen verliefen ſich ſogar in die Straße Glatigny, etwas Furchtbares für einen Knaben von ſechzehn Jahren.

Claude, hiedurch betrübt und entmuthigt im Gefühle ſeines Herzens, warf ſich mit deſto größerem Eifer in die Arme der Wiſſenſchaft, jener Schweſter, die euch wenigſtens nicht in's Geſicht lacht, und euch ſtets, wenn auch bisweilen mit ettwas hohlem Gelde, bezahlt. So ward er ſtets gelehrter, und auch zugleich, in natürlicher Folge, ſtets ſtrenger als Prieſter, ſtets trauriger als Menſch. Für Jeden von uns gibt es gewiſſe Parallelis⸗ men zwiſchen Geiſt⸗ Sitte und Charakter, die ſich ununter⸗ brochen entwickeln, und nur in bedeutenderen Störungen des Lebens ſich abbrechen.

Da Claude Frollo ſeit ſeiner Jugend beinahe den ganzen Kreis menſchlichen Wiſſens durcheilt war, mußte er endlich anhalten, ubi defuit orbis, mußte aber wei⸗ ter ſtreben und nach andrer Nahrung für die raſtloſe Thäͤtigkeit ſeines Geiſtes ſuchen. Das alte Symbol der ſich in den Schwanz beiſenden Schlange eignet ſich beſon⸗ ders für die Wiſſenſchaft. Wie es ſcheint, hatte Claude