631 Skizzen aus Spanien.
als einen Anſchlag der Conſtitutionellen ſo bedeutend und gefaͤhrlich wie moͤglich ſchil⸗ derte, und ihn warnte, ſich durch ſeine Ein⸗ miſchung zu Gunſten der Verbrecher nicht ſelbſt zu compromittiren und ſeinen Feinden dort und bei Hofe nicht eine Bloͤße zu ge⸗ ben, die ſie zu benutzen nicht verfehlen wuͤr⸗ den. Nun befahl der Praͤlat ſeinem Schuͤtz⸗ ling kurz und gut, ihn nicht weiter mit der Sache zu behelligen, und ihrer uͤberall gegen Niemand mit einem Wort zu erwaͤhnen, ſo lieb ihm ſeine fernere Huld und Befoͤrderung ſei. Florencio hoͤrte ſchweigend, ſcheinbar ergeben, dieſen Beſcheid an, und ſein Goͤn⸗ ner glaubte allen Ernſtes, die Sache ſei ab⸗ gemacht. Es fiel ihm nicht entfernt ein, ſein Geſchoͤpf koͤnne ſeine Huld, alle Ausſich⸗ ten auf eine glaͤnzende Zukunft einer ſo ver⸗ zweifelten Sache, einem ſeiner ganzen jetzigen Stellung ſo fremden Intereſſe aufopfern.— Den Tag darauf aber war Florencio ver⸗ ſchwunden, und bald nachher erſchien er in Sax, ſuchte die alten Gefaͤhrten ſeines Bru⸗ ders dort und in der Umgegend auf und ver⸗ mochte ſie ohne große Muͤhe, ſich mit ihm


