398 Skizzen aus Spanien.
fen laſſen?“ rief ein anderer. Rojas fragte zu⸗ gleich: was mit den Leuten geſchehen ſolle?— »Laßt ſie laufen!» ſagte Riego verdrießlich.«Ver⸗ zeiht, mein General— bemerkte ein neben ihm
haltender Offizier— das geht nicht. Ihr ſeid immer zu gut.— Nieder mit ihnen!“» fielen mehrere Stimmen auch unter den Soldaten ein. «Ruhe!— gebot aber Riego mit donnernder
Stimme— es ſind Kriegsgefangene, und ihnen wird kein Haar gekruͤmmt. Ihr, Rojas, bringt ſie fort.)— In dieſem Augenblick ſprang Chri⸗ ſtoval auf, der bis jetzt regungslos bei der Lei⸗ che gekniet hatte. Entſetzt fuhren die Zunaͤchſt⸗ ſtehenden vor ſeinem Anblick zuruͤck. Seine Ge⸗ ſichtsfarbe war aſchgrau, ſein Blick wild, gebrochen. Sein Geſicht, ſeine Kleidung war mit Blut be⸗ deckt, er ſelbſt blutete aus mehreren Wunden. «Wißt Ihr, wer ich bin, Cavalleros?⸗— fragte Chriſtoval mit tonloſer Stimme die Offiziere, welche ihn verwundert anſahen.—„Habt Ihr von Chriſtoval Moreno gehoͤrt?— fragt nach in den Gebirgen von Ronda.— Manche von den Herren hier ſollten mich kennen— fuhr er fort, als die gewuͤnſchte Entſcheidung nicht er⸗ folgte— ich bin es, der den Marques von


