Skizzen aus Spanien⸗ 399
Pefäaflores erſtach auf dem Markte von Mairena. Iſt Euch das noch nicht genug?“» fragte er un⸗ geduldig mit dem Fuß ſtampfend.«Der Menſch hat den Tod verdient, nach uUrtheil und Recht. Ich kenne ihn recht wohl— ſprach hier einer von Riego's Begleitern, der eine Magiſtratsperſon zu
ſein ſchien.— Er hat dreimal die Amneſtie ver⸗ worfen, und da er ſich ſelbſt nennt, iſt ihm nicht zu helfen.“—«Nieder mit ihm!“» riefen meh⸗
rere Reiter von dem Regimente Alcantara— Rache fuͤr den Marques von Peſiaflores!“—, «Ruhig dort!— gebot Riego wieder— dann zu Chriſtoval gewandt, ſagte er: Ihr muͤßt ſter— ben, Freund, ich kann Euch nicht helfen!“— «Gott vergelt's Euch, mein General— rief Chri⸗ ſtoval— es iſt das einzige auf der Welt, wofuͤr ich Euch danken moͤchte.“—„Rojas— ge⸗ bot Riego zu dieſem gewandt— ſuchen Sie acht Mann aus, und laſſen Sie ihn niederſchießen.» — Riego warf noch einen Blick auf die Leiche: «mein armes Weib,“ ſagte er leiſe fuͤr ſich, dann ſich ermannend, rief er:«vorwaͤrts, Freunde! Wir haben keinen Augenblick zu verlieren!» und ſprengte mit ſeinen Begleitern der Colonne nach. Chriſtoval wandte ſich nun ruhig zum Pater Hi⸗


