Vorwort und Einleitung. XVII
wenn von dem Nazionalcharakter und der Bildung des ſpaniſchen Volkes die Rede iſt, nicht nur ihre buͤrgerlichen und religioͤſen Einrichtungen, ſondern noch weit mehr ihr geſellſchaftliches und haͤusliches Leben in Betracht kommen.— Daß uͤbrigens auch grade dieſe es ſind, die bei ſehr vielen Rei⸗ ſenden, und durch ſie bei dem Publikum im All⸗ gemeinen ſehr unguͤnſtige Urtheile und Anſichten uͤber die Spanier hervorgebracht haben, iſt keines⸗ weges zu verwundern. Die Urſache liegt theils darin, daß in der That ſehr viele Reiſende unbe⸗ greiflich wenig, und dieſes Wenige entweder ſehr fluͤchtig, oder mit einer unbegreiflichen Befangen⸗ heit ſehen. Dies findet zwar in allen Laͤndern Statt— man erinnere ſich nur der Urtheile engliſcher Reiſenden uͤber Teutſchland oder Frank⸗ reich— allein nirgends ſo haͤufig, wie in Spa⸗ nien, und einige Bemerkungen uͤber dieſen Punkt moͤgen nicht ganz uͤberfluͤſſig ſen. Spanien wird von allen europaͤiſchen Laͤndern vielleicht am we⸗ nigſten von Reiſenden beſucht; ſchon deshalb iſt es nicht zu verwundern, wenn die wenigen, die ſich hiezu entſchließen, mit einer verhaͤltnißmaͤ⸗ ßig groͤßern Menge von Vorurtheilen dies Land betreten, als es bei andern Laͤndern der Fall iſt,
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