XVIII Vorwort und Einleitung.
und dieſe Vorurtheile weichen um ſo ſchwerer einer unbefangenen Anſchauung, da ſie faſt immer mit einer guten Doſis von Duͤnkel vermiſcht ſind. Da geraͤth kein franzoͤſiſcher oder engliſcher Muſterreiter nach Spanien, der nicht mit großer Verachtung auf ein Volk herabſaͤhe, das in der Fabrikation von Pomade oder Cattun ſo unendlich weit hin⸗ ter ſeinem eigenen zuruͤckſteht. Dieſer Duͤnkel iſt oft ſchon hinreichend, um auch gelehrten und ge⸗ bildeten Reiſenden die Augen zu verſchließen, und hierzu kommen noch die wirklichen Unbequemlich⸗ keiten oder Gefahren der Reiſe, die den an die Bequemlichkeit und Sicherheit anderer Laͤnder Gewoͤhnten leicht in eine permanente uͤble Laune verſetzen, in der er alles, was um ihn her vorgeht, nur nach dem Gefuͤhl von Unbehaglichkeit beurtheilt, was dieſe oder jene Einzelnheit ihm vielleicht mit Recht verurſacht. Ein Haupthinderniß aber iſt bei den meiſten Reiſenden der Mangel an einer hinrei⸗ chenden Fertigkeit in der Sprache des Landes. Dieſe iſt zwar in jedem Lande eine unerlaͤßliche Bedin⸗ gung, ohne die keinem Reiſenden das Recht zu⸗ ſtehen kann, ſich ein Urtheil uͤber das Volk an⸗ zumaßen— noch weit mehr iſt dies aber in Spa⸗ nien der Fall, wo eine fremde Sprache auch nicht


