Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1828)
Entstehung
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Vorwort und Einleitung. XV.

den buͤrgerlichen Pflichten oder Beſchaͤftigungen im engern Sinne eingenommen wird? wie wenige Stunden des Jahrs z. B. die Mehrzahl vor Ge⸗ richt, oder in der Kirche, oder auf der Redner⸗ buͤhne u. ſ. w. verleben, waͤhrend ſie, beſonders in Suͤden, den groͤßten Theil des Tages und der Tage in freien geſellſchaftlichen Beruͤhrungen irgend ei⸗ ner Art zubringen. Und dennoch glauben wir ein Volk zu kennen, wenn wir ſeine religioͤſen und ge⸗ richtlichen Einrichtungen und Verfahren, ſeine⸗Ge⸗ ſchichte und buͤrgerliche Verfaſſung u. ſ. w. nothduͤrf⸗ tig kennen dennoch glauben die meiſten Schrift⸗ ſteller uns ein Volk hinlaͤnglich geſchildert zu haben, wenn ſie dieſe Dinge ausfuͤhrlich mehr oder weniger darſtellen, und begnuͤgen ſich, das geſellſchaftliche Leben mit wenig allgemeinen Redensarten abzu⸗ fertigen, wenn ſie es nicht ganz mit Stillſchwei⸗ gen uͤbergehen.

In der That liegen die Eigenthuͤmlichkeiten, wodurch ſich Spanien und die Spanier vor allen andern Laͤndern auszeichnen, weniger in ihren buͤrgerlichen Einrichtungen, als in ihrem geſell⸗ ſchaftlichen Leben. Auch in denjenigen Laͤndern, die, was jene betrifft, weſentliche Verſchiedenheiten darbieten, ſind dieſelben großentheils ſehr neu,