XIV Vorwort und Einleitung.
det, haͤngt es ab, ob ihm andere folgen werden, da ſich denn vielleicht die einzelnen Gruppen eher zu einem Ganzen ordnen moͤgen. Leid aber ſollte es mir thun, wenn der tuͤchtige Kern eines mehr durch fremde als durch eigene Schuld ungluͤcklichen Volkes, das ich ſo herzlich liebe und achte, nicht
auch von meinen Leſern erkannt wuͤrde.—
Dieſe wenigen Worte uͤber Art und Zweck dieſer Skizzen, glaubte ich mir ſelber und dem Leſer ſchuldig zu ſein, es ſei mir aber auch noch erlaubt, einige allgemeine Bemerkungen uͤber das geſellſchaftliche und haͤusliche Leben der Spanier vorauszuſchicken, welche in mancher Hinſicht das Verſtaͤndniß des Nachfolgenden erleichtern koͤnnen. Mit Unrecht wuͤrde man mir vorwerfen, zu viel Wichtigkeit auf einen wenig bedeutenden Gegen⸗ ſtand zu legen, denn was waͤre in der That wich⸗ tiger, als grade das geſellſchaftliche Leben bei einem Volke? Es iſt das eigentliche Reſultat ſeines
Charakters, ſeiner Sitten, ſeiner buͤrgerlichen und
religioͤſen Einrichtungen— in ihm mehr als ir⸗ gendwo anders zeigt ſich der Grad und die Art ſeiner Civiliſation. Um ſich hiervon zu uͤberzeu⸗ gen, braucht man ja blos zu bedenken, wie kurz die Zeit iſt, welche im gewoͤhnlichen Leben von


