Vorwort und Einleitung. IX
noch Phantaſie des Beſchauers bewegen, weil es ihm eigentlich nichts zeigt, als den Eindruck, den der dargeſtellte Gegenſtand in dem Darſteller her— vorgebracht hat. Das einzige Mittel, die eigene Anſchauung, wenn auch noch ſo duͤrftig, zu er⸗ ſetzen, beſteht wohl darin: Individualitaͤten aus dem Volke, Localitaͤten aus dem Lande, Mo⸗ mente aus der Zeit darzuſtellen, und es dem Be⸗ ſchauer zu uͤberlaſſen, den Eindruck, den ſolche Bilder auf ihn machen, ſelbſt zu einer Anſicht des Ganzen, zu einer Abſtraction zu verarbeiten.
Dafuͤr aber, daß ich keine Helden, weder Romanhelden noch andere ſchildere, ſondern blos ſolche unbedeutende Individuen, wie ſie die Maſſe des Volkes bilden, glaube ich um ſo weniger Ta⸗ del zu verdienen, da mich ſelbſt, und wenn ich nicht irre, auch viele andere, die eigentlichen Helden und Heldinnen auch in den beſten ſoge⸗ nannten hiſtoriſchen Romanen, z. B. von Wal⸗ ter Scott, weit weniger angeſprochen haben, als die lebendigen, kraͤftigen Darſtellungen von Sce⸗ nen aus dem wirklichen Leben des Volks, z. B. der Schotten, der Hochlaͤnder, welche in vieler Hinſicht eine wahre hiſtoriſche Wichtigkeit haben, indem ſie dem Leſer das Verſtaͤndniß der Geſchichte
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