VIII Vorwort und Einleitung.
gentlich von dem Dichter, mit ganz beſonderer Aufmerkſamkeit, ſei es nun in Glimpf oder Un⸗ glimpf, behandelt werden. In der Wirklichkeit giebt es keine Helden, und das oſtenſible Schick⸗ ſal kuͤmmert ſich wenig um den Einzelnen; am wenigſten in einer ſolchen Zeit, wie ſie uͤber Spa⸗ nien hereingebrochen iſt. Da ſind die Einzelnen und der Einzelne wenig oder nichts, als Wellen in dem gewaltigen Strom der Zeit— Brettlein in dem ungeheuern Schiffbruche. Solche unbedeutende klei⸗ ne Einzelnheiten gewinnen aber dennoch dadurch In⸗ tereſſe, daß der Strom doch nur aus einer Menge und Folge von kleinen Wellen beſteht, und dadurch, daß das menſchliche Herz doch nur von dem einzelnen Schickſal und Ungluͤck bewegt wird, waͤhrend es den vereinten Strom nicht aufzunehmen vermag. Kein menſchlicher Geiſt wuͤrde den Geſammteindruck eines Krieges oder auch nur eines Schlachtfeldes aushal⸗ ten koͤnnen, wenn er faͤhig waͤre, ihn ſo zu uͤberſehen, zu empfangen und zu begreifen, wie den einer ein⸗ zelnen Wunde oder Leiche. Von einem Volke, von einem Lande, von einer Zeit einen Geſammt⸗ eindruck, gleichſam eine Abſtraction zu geben, iſt kaum moͤglich, und wenn es gelaͤnge, ſo wuͤrde ein ſolches Bild dennoch weder Geiſt, noch Herz,
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