Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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Flammen uͤberſaͤen. Ein froher Ausruf verrieth, wie dieſer Anblick ihre Sorgen verdraͤngt hatte. Alphons ward dadurch aus ſeinem Tiefſinn geweckt, er ſtand auf und Alwina eilte, ihn zu leiten. Er fragte nach dem Gegenſtand ihrer Freude und hoͤrte wehmuͤthig und theilnehmend der einfachen, innigen Schilderung zu, die ſie ihm von der Abendlandſchaft entwarf. Wie ſie nun, in unbedachter Freude, dem Geburtslande wieder nahe zu ſein, hinzuſetzte: O wie iſt dieſes Ufer ſo ſchoͤn, und wie viel ſchoͤner wird noch der Rhein ſein! legte Alphons ſeine Hand auf die ihre, die ihn fuͤhrte, und ſagte:Und nicht hier und nicht dort werden ſie meine Augen mehr ſehen! und Friedlef, was mir den Anblick des Lichts und der Erde erſetzte, ſoll ich verlieren Alwina fuhr erſchrocken zu⸗ ſammen; wenn er jetzt ſeiner Gattin entſagte, ſo war ihr Verhaͤltniß auf immer getruͤbt, und ſie trug die Schuld erſt ihrer Empfindlichkeit und jetzt ihrer zoͤgern⸗ den Schwaͤche. Zitternd ſchwieg ſie, indem er zoͤgernd fortfuhr: Friedlef, mein Kopf war lange ſo krank, daß ich ein traͤumendes Leben gefuͤhrt. Verzeihen Sie mir darum eine Schwaͤche, die nicht in meinem Charakter lag, bevor dieſes Elend mich traf. In dieſem Traum⸗ zuſtande glaubte ich oft in Ihnen meine Alwina zu ſe⸗ hen, und ſelbſt wo ich meiner bewußt war, begluͤckte mich die Ahnlichkeit, welche Ihr Geiſt und Ihre Guͤte mit ihr hatten. Ich haͤtte gewuͤnſcht, ihr, deren grau⸗ ſames Schickſal mich noch ſchwerer druͤckt als die Nacht meiner Augen, ihr alle die tauſendfachen Wohl⸗ thaten zu danken, die ich von Ihnen empfing, und