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finden;„aber,“ ſetzt' er ſchmerzvoll hinzu,„doch Men⸗ ſchen, die mit Dank und Ehrfurcht zuhoͤren werden, wenn ich von Ihnen erzaͤhle.“
So war nun dieſer Punkt auch gewonnen. Alwina blieb des Armen ſchuͤtzender Engel bis an die Ufer des Rheins. Hatte nun die Stille des Krankenzimmers und der kleine Kreis von Brand's Hausfreunden dieſen beiden Menſchen Gelegenheit gegeben, ſich innig zu ver⸗ binden, ſo war die lange Reiſe noch geſchickter dazu. Alle Dienſte, die treuſte Liebe leiſten konnte, wurden durch die ſchuͤchterne Zartheit, mit welcher ſie Friedlef dem Freunde erwies, nur noch anziehender fuͤr Den, der ſie empfing, wie fuͤr Die, welche ſie leiſtete. Al⸗ wina ſah nun ſchon dem Ende ihrer Reiſe entgegen, und da ihre ſchuͤchterne Zaͤrtlichkeit ſo wenig zwiſchen der Oſtſee und dem Main als in Brand's gaſtfreiem Hauſe Mittel gefunden hatte, Alphonſens Verblen⸗ dung uͤber ihre Rechte und Pflichten zu vernichten, ſo nahm ſie, wie es der Schuͤchternheit ſo oft geſchieht, den muthigen Entſchluß, in dem letzten Nachtlager vor Manheim ihre peinliche Lage durch eine offene Erklaͤ⸗ rung zu beenden. Ängſtlich vor dem Ausgang dieſer Entdeckung legte ſie den Weg gegen Wuͤrzburg zuruͤck. Alphons war als lebensfroher Juͤngling in dieſer reichen Gegend geweſen, er fuͤhlte ſich deshalb gedruͤckter als gewoͤhnlich von ſeinem jetzigen Zuſtande und ſaß, ſein Haupt ſtuͤtzend, in dem Hintergrunde eines Zimmers, deſſen Fenſter auf den lebendig ſtroͤmenden Main gin⸗ gen. Alwina ſah aus ihnen die ſinkende Sonne die Rebhuͤgel vergolden, den raſchen Strom mit zitternden


