Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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immer wohlthaͤtiger und unentbehrlicher zu machen, war der Stolz und der Zweck ihres Bemuͤhens.

Die Nachricht des Arztes, daß der Geneſene nun ſeine Ruͤckreiſe anzutreten im Stande ſei, war fuͤr beide Gatten eine Schreckensbotſchaft, ſo ſicher beide Theile ihr entgegengeſehen und beide ſie gewuͤnſcht hatten. Alwina zitterte, daß Alphons ſich entſchließen wuͤrde, Friedlef zu verlaſſen, und fuͤrchtete eben ſo ſehr, daß eine Erklaͤrung von ſeiner Seite ſie noͤthigen wuͤrde, ſich ihm zu erkennen zu geben. Schweigend und ſin⸗ nend ſaßen die beiden wunderlichen Freunde nach des Arztes Fortgehen beiſammen, als Brand zu ihnen ein⸗ trat und ihnen lebhaft zurief: Der Arzt iſt ein wun⸗ derlicher Kauz, der begreift nicht, wie Sie die ſaubere Nachricht von Ihrem Laufpaß nicht mit tauſend Freu⸗ den aufnehmen. Wahrhaftig, mir machte ſie ein Gal⸗ lenfieber, wenn ich an Das daͤchte, was wir dabei ver⸗ lieren. Ich habe aber lange nur an Sie, lieben Freunde, gedacht und die Sache berichtigt. Sie, liebe Fried⸗ lef, duͤrfen unſer kaltes Klima nicht noch einen Win⸗ ter bewohnen; Ihre Verwandte erwarten Sie; nun voll⸗ enden Sie Ihr Liebeswerk an unſerm Freund und ſor⸗ gen fuͤr ſeine ſichere Ruͤckkehr in die Heimath. Al⸗ wina gluͤhte vor Freude uͤber den Ausweg, den Brand gefunden, ihre Reiſe mit Alphons herbeizufuͤhren, ohne eine vorhergehende Erklaͤrung noͤthig zu machen. Die⸗ ſer ſuchte ſeiner Freundin Haͤnde, und ſie an ſeine Bruſt druͤckend bat er ſchuͤchtern, daß ſie ſich den Himmel ganz moͤchte verdienen, daß ſie ihn dahin moͤchte leiten, wo er nie ihre Geſellſchaft, ihre Pflege wuͤrde erſetzt

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