Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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nem leichten Kahn in das Fahrwaſſer, der Strom ging ſtark, und auf dieſe Weiſe kam Alwina nach Coblenz, ehe man ihre Entfernung von dem Gute nur wahrnahm. Die Abſicht, ihre Familie uͤber ihren Weg irre zu fuͤhren, gelang; ſie ging mit ihren auf Lyon ausgeſtellten Wechſeln uͤber den Rhein und gab ſich, ihre deutſche Abkunft verleugnend, fuͤr eine fran⸗ ooͤſiſche Officiersfrau aus, die ihrem Manne nachzurei⸗ ſen gedaͤchte. So half ſie ſich ſehr gewandt bis Mar⸗ burg, wo ſie in dem Gaſthofe die Frau eines franzoͤ⸗ ſiſchen Majors fand. Dieſe lag gefaͤhrlich krank, und die rohen Wirthsleute aͤußerten ihren Entſchluß, eine von allen Huͤlfsmitteln entbloͤßte Fremde nicht laͤnger zu beherbergen. Alwina faßte gleich den Vortheil, den ſie hier finden koͤnnte. Sie ging zu dieſer Frau, be⸗ ſchenkte ſie reichlich und bot ihr eine anſehnliche Summe an, wenn ſie ihr wollte ihre Paͤſſe verkaufen. Die Franzoͤſin ging den Vorſchlag freudig ein. Um in ihre Heimath zuruͤckzukehren, hatte ſie kein Hinderniß zu ſcheuen, und die Reiſe nach Rußland machte ihre Ge⸗ ſundheit fuͤr dieſen Herbſt unmoͤglich. So ſah ſich Al⸗ wina im Beſiz der guͤlkigſten Papiere, um ſich bei al⸗ len fremden Behoͤrden bis nach dem aͤußerſten Norden zu legitimiren. Sie hatte in den vergangenen Jahren in Wiesbaden eine Familie aus Mitau kennen lernen, mit deren einer Tochter ſie ſich freundſchaftlich verbun⸗ den. Nach neuern Nachrichten war ſie auf das gluͤck⸗ lichſte mit einem wohlhabenden Manne verheirathet und aͤußerte in jedem Briefe den Wunſch, Alwina zur Zeugin ihres Gluͤckes zu haben. Zu dieſer Freundin