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und Erinnerung und Phantaſie mußten ſchweigen. Al⸗ phons ſchlief und aß und freute ſich ſeiner reinen Waͤſche, und tappte nach der Hand, die ihn mit eini⸗ gen Tropfen wohlriechenden Waſſers beſprengte, ergriff ſie, liebkoſte ſie wie ein unmuͤndiges Kind und lallte ihr Dank und beſann ſich vergeblich auf den Zuſam⸗ menhang, wie ſie die Perſon, die er hielt, laut ſchluch⸗ zend zuruͤckzog. Beſtuͤrzt fragte er, ob er gefehlt. Furcht vor Unrecht war die einzige Spur moraliſchen Gefuͤhls, die in dieſen Tagen in ihm wach blieb; ſie erhielt aber den Stempel des gebildeten Menſchen in ihm unverſehrt; er that nichts, wovor der beſſere Menſch erroͤthet waͤre, er that aber Alles ſo, daß ſein Anblick das Herz zerriß. Die erſten Mittel, welche ſein Arzt anwendete, um ſeine gelaͤhmten Geſichtsmuskeln zu hei⸗ len, waren Umſchlaͤge, die ihm jeden Verſuch zu ſpre⸗ chen verwehrten. Sobald die genoſſene Ruhe ſeinen Ge⸗ danken mehr Klarheit gab, benutzte er die Zeit eines Verbandes, um ſeine guͤtige Waͤrterin, die man ihm Friedlef zu nennen geſagt, um das Schreiben eines Briefes zu bitten, in welchem er ſeinem Vater ſein Schick⸗ ſal und auch ſein Gluͤck ſchrieb, unter der Pflege der wohl⸗ thaͤtigſten Menſchen zu ſein. Friedlef uͤbernahm es ſelbſt und las ihm bald darauf einen Brief, in welchem ſie einfach und ruͤhrend ſeine Abſicht erreicht hatte. Alphons ſchien einige Minuten mit ſich ſelbſt zu kaͤm⸗ pfen, dann loͤſte er die Bande ſeines Geſichts und ſprach: Friedlef ſetzen Sie noch hinzu: Wuͤßte man irgend etwas von Alwinen, ſo wuͤrde es mein Elend erleichtern, und mein Leben bekaͤme vielleicht wieder einen


