Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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Wechſeln geſehen. Alphons ſuchte ſie auf dem ganzen Wege jener Reiſebeſchreibung, die er zum Leitfaden ih⸗ rer Flucht annahm; er ſchweifte bis Bayonne, aber keine fluͤchtige Anzeige ließ ihre Gegenwart ahnen. Es war ſchon ſpaͤter Herbſt, als er zuruͤckkehrte. Sein Herz blutete fuͤr das ungluͤckliche Maͤdchen, die er hatte des Friedens beraubt, die er hatte aus der Heimath vertrieben. Sein Gefuͤhl empoͤrte ſich uͤber die ruhige Umſicht, mit welcher ſein Vater zwar Nachforſchungen angeſtellt hatte, aber am befliſſenſten war, ihm ſeine Rechte uͤber ihr Vermoͤgen zu ſichern. Der Landesherr mußte in dieſem entſcheidenden Jahre, wie alle deut⸗ ſche Fuͤrſten, ſeine Kinder den Napoleoniſchen Heeren nach, gen Norden ſenden. Unmuth und Schmerz er⸗ regten in Alphonſens Gemuͤth die Sehnſucht nach et⸗ was Groͤßerm als ſein perſoͤnliches Schickſal; er ſchloß ſich an die ausziehenden Krieger an. Er theilte das Schickſal der Tauſende, die ſiegten und unterlagen, er kaͤmpfte in jenen Wogen des menſchlichen Elends und ergriff mit einem kleinen Haufen der Seinen ein Bret, auf dem er dem Ufer zuzutreiben ſtrebte. Ein

Zufall fuͤhrte ihn und ſeine Gefaͤhrten nach vielen Ta⸗

gen der allgemeinen ſchrecklichen Flucht, von der Rich⸗ tung der ganzen Maſſe ab, mehr nordwaͤrts. Sie ſchweiften in den lithauiſchen Marſchlaͤndern umher und naͤherten ſich, von Angſt und Gefahr getrieben, ohne ihre Vereinzelung vom großen Haufen zu begreifen, ohne Nachricht einziehen zu koͤnnen, der kurlaͤndiſchen Grenze. In einer Nacht, wo die Furcht vor ruſſiſchen Streifcorps ſie abhielt, wie ſie in dieſem oͤden Lande 7