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entſcheidende Ja ſprach. Sie war ungezwungen, ſehr weich und unverhohlen einzig mit ihrem Freunde be⸗ ſchaͤftigt. Die Geſellſchaft trennte ſich fruͤh, ohne treu⸗ herzigen Scherz, nach der Vaͤter Sitte, ohne geiſtreiche Bemuͤhung um Zeitvertreib, nach neuer Weiſe geuͤbt. Alwina ſagte ihrem Gatten unerwartet gute Nacht, in⸗ dem ſie, ſich ploͤtziich in ihre ſchreckliche Todtenkaͤlte verhuͤllend, verſicherte, daß ihre Geſundheit der Ruhe beduͤrfe. Den folgenden Morgen erwartete man geraume Zeit ihr Erwachen, eine unheimliche Stille lagerte ſich um die verſammelten Hausgenoſſen, Jeder dachte das Schrecklichſte; Alphons verbot es ſeinem ermatteten Geiſte und ging zu einer ſpaͤten Stunde, ihr Zimmer
zu eroͤffnen. Dieſes war leer, ſo auch ihr Bett; aber
auf deſſen Hauptkiſſen lag folgender Brief, an„ihren Gatten“ uͤberſchrieben:
„Nun iſt das Opfer von beiden Seiten großmuͤthig gebracht. Sie haben mit feſtem Sinne unternommen, mir ihr Leben zu weihen; ich habe den Muth, Ihnen das meine zu widmen. Doch nicht, indem ich, ein Gegenſtand ihres Mitleids, gegen die Verſuchung an⸗ kaͤmpfe, mit der Vorſehung zu rechten, die mich mit dieſer druͤckenden Gabe abſpeiſte, indeß ſie unendlichen Durſt nach freier, edler, huldigender Liebe in meine Seele pflanzte. Der Wille meiner Mutter iſt erfuͤllt; Sie ſind Herr meines Vermoͤgens, von dem mir ſo viel zu geben, als meine maͤßigen Beduͤrfniſſe erfodern, ich Sie heute bitte und von Zeit zu Zeit bitten werde. Ich gehe nun dahin, wo ich weinen und beten kann, ohne Ihren Frieden zu ſtoͤren. Wie Du mich auch


