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umſchlingend, ihre Haͤnde ineinandergelegt, das Bild der Jugend und der Freude. Alphons, ſeinen einen Arm um Alwinens Mieder gelegt, ſtand ihnen gegen⸗ uͤber. Alwina war liebevoll in dem Anblick jener Bei⸗ den verſunken, als ihr Blick, durch unſichtbare Macht geleitet, einen ihr zur Seite haͤngenden großen Spiegel beruͤhrte; Alphonſens Auge folgte dem ihren, und dort ſtand ihre unſelige Geſtalt neben dem bluͤhenden Paare. Alphons ſchauderte innerlich zuſammen, ſie fuͤhlte es an dem Zucken ſeines Armes— und ihr Entſchluß war gefaßt. Gleichguͤltig wie der Bloͤdſinn ließ ſie die naͤchſten beiden Tage, die letzten vor der Hochzeit, vor⸗ uͤbergehen. Alphons getraute ſich nicht, ſie anzuregen, er fuͤrchtete ſelbſt dieſe ſchwuͤle Stille zu unterbrechen. Die Hausgenoſſen nahmen wahr, daß der Beſuch des Geiſtlichen, welcher den Abend vor der Hochzeit bei der jungen Gutsherrſchaft einſprach, ſie ungewoͤhnlich er⸗ ſchuͤtterte; ſie bat Alphons, der einen Troſt darin fand, ſie aufzuſuchen, um ſie zu ſein, ſie dieſen Abend der Einſamkeit, die ihr Gemuͤth beduͤrfe, zu uͤberlaſſen; ihre Kammerfrau ſah ſie ſchreiben, Papiere verſiegeln und bemerkte, daß ihr der alte Verwalter viel baares Geld brachte. Die Trauung ging den folgenden Tag ohne Ceremonie, nur im Beiſein weniger Freunde vor ſich. Sara war Brautfuͤhrerin und hatte ſich wie eine Roſengoͤttin geſchmuͤckt; Alwina war von Kopf bis zu Fuͤßen verſchleiert. Das zarte Gewebe verhuͤllte ſie vor den neugierigen Blicken der Zuſchauer in der Dorfkirche, aber es wehrte ihr nicht, Alphonſens Todtenblaͤſſe zu ſehen und ſeine Hand zittern zu fuͤhlen, als er das


