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habt ja einen betruͤbten Spaziergang gemacht.— Sie gruͤßten freundlich, antworteten aber nicht.— Ihr habt wol noch keinen nahen Verwandten auf dem Kirchhof, ſonſt wuͤrdet Ihr nicht ſo froͤhlich dahin ſpazieren, fing Frank wieder an.— Wir haben einen lieben Großva⸗ ter dort ſchlafen, antwortete der Knabe faſt trotzig und zog die Schweſtern ſchneller fort.— Nun, nur nicht ſo raſch, Du lieber Trotzkopf, ſagte der Fremde, indem er ihm faſt den Weg vertrat; ich weiß das aus Euern Kraͤnzen und Euerm frommen Geſang und wollte Euch nur anreden, um Euch meine Freude daruͤber zu bezei⸗ gen. Gott wird Euch ſegnen fuͤr Euern frommen Sinn. — Dieſe Worte ſprechend, legte er ſeine Hand auf Emils lockigen Scheitel, der nun beſchaͤmt die Augen niederſchlug und ehrerbietig des Greiſes Hand kuͤßte. Nun ging Frank neben den Kindern her und hoͤrte, daß heute des Großvaters Todestag ſei, den ſie jedes Jahr alſo feierten, aber mit Vater und Mutter; heute ſei die Mutter unpaͤßlich, der Vater aber bei ihr geblieben, weil alles Geſinde einer nothwendigen Feldarbeit wegen vom Hauſe entfernt ſei. Der Vater war Gutsbeſitzer, zugleich aber auch Gerichtsobrigkeit in dem anſehnlichen Dorfe. Jetzt war die kleine Karavane an eine Garten⸗ anlage gekommen, durch deren leichte Umzaͤunung durch⸗ blickend, Marie freudig rief: O da iſt Mutter im Gar⸗ ten und der Vater auch! Und nun eilten die Maͤdchen
fort, ohne weiter auf den Fremden zu achten, nur Emil
regelte ſeinen Schritt nach dem ſeinigen, ſodaß ſie zu⸗ ſammen an einer Seitenpforte anlangten, in welche die Schweſtern hineingeſchluͤpft waren. In demſelben Au⸗


