Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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ihten Eichenkranz, wie Frank aus der Handlung der üſbrigen verſtand, an der Vorderſeite der Pyramide nie⸗ der, denn dieſe ordneten die ihren rings um dieſelbe auf die Raſenſtufe, die ſie umgab. Nun gaben ſich die Kinder die Haͤnde und ſangen ſehr leiſe, aber mit zunehmendem Gefuͤhl das ewig ſchoͤne Lied: Wie ſie ſo ſanft ruhen, alle die Seligen u. ſ. w.

Doch ſie brachten ihren Geſang nicht bis zum letz⸗ ten Vers, ſondern wendeten ſich ſchluchzend von einan⸗ der ab, der Knabe beſonders ging eine Strecke fort und ſuchte ſeine Weichheit durch Leſen von Leichenſteinin⸗ ſchriften zu zerſtreuen, die Maͤdchen ſetzten ſich nach ei⸗ ner Weile neben einander auf das naͤchſte Grab, und die Alteſte ſagte noch weinend: Daß Großvater hier liegt, macht mich nicht ſo weinen; das thut er ja ſchon ſo lange, daß ich mich gar nicht recht erinnere, wann wir zum erſten Mal ſein Grab bekraͤnzt; aber daß Onkel und Tante nicht gekommen ſind, und die Mutter ſo krank iſt und daß ſie heute ſagte ich legte an der offen ſtehenden Thuͤr Waͤſche zuſammen: wenn ſie ſich vor meinem Tod noch mit dir verſoͤhnten! Hier weinte das Kind ſo heftig, daß der Knabe herbei⸗ kam und recht gebietend rief: Nicht doch, Marie, wie kannſt Du ſo laut weinen, wo der Großvater ſchlaͤft? Kommt nach Hauſe! und die Maͤdchen folgten ihn.

Frank ging ſchnell um den Kirchhof herum, um ſie beim Ausgang zu empfangen, denn der vorgefallene Auf⸗ tritt hatte ihn tief erſchuͤttert. Die guten Kleinen ka⸗ men getroͤſtet aus der Pforte und lenkten zum Dorf hin. Guten Abend, Kinderchen, rief er ihnen zu; Ihr