Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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rem kindlichen Spiel, ein ſchoͤner neunjaͤhriger Knabe kletterte eben von einem Baume, wo er kleine Eichen⸗ buͤſche gepfluͤckt, aus welchen das aͤlteſte Maͤdchen mit beſonderer Sorgfalt, einzig Vergißmeinnicht dazwiſchen⸗ miſchend, einen Kranz wand. Frank blieb, durch Ge⸗ buͤſch ihren Augen entzogen, ſie zu beobachten, ſtehen. Frank hatte ſeit langen Jahren ſeine Mutterſprache nicht von Kindern gehoͤrt.Der iſt fuͤr Großvater, rief das Maͤdchen froͤhlich, als ſie fertig war, und hielt den Kranz in die Hoͤhe.Und der fuͤr Großmutter, der fuͤr Tante Claire, der fuͤr Oheim Karl, und ich habe den fuͤr Vater und Mutter, und Ihr muͤßt die uͤbrigen Blumen in Eure Schuͤrzen faſſen, um den Boden zu beſtreuen, rief der Knabe, zwei Kraͤnze vom Boden aufnehmend, und alle Drei gingen Hand in Hand auf den Kirchhof zu. Frank war ſehr angenehm von dem Anblick uͤberraſcht; er vermuthete ein Familienfeſt und ſchritt den Kindern nach. Bald waren ſie ihm in dem laͤngs des Kirchhofs herfuͤhrenden Hohlweg aus den Au⸗ gen. Jetzt ſah er unten ein Monument uͤber die Mauer ragen und ſtieg den Hohlweg hinauf, um dieſes zu betrachten. Er mußte einige Steine zuſammentragen, um uͤber die Mauer ſehen zu koͤnnen, und auch dann konnte er die Namen der Todten nicht leſen, er ſtand auf der ihm entgegengeſetzten Seite, und auch die In⸗ ſchrift ward ihm durch die zarten Zweige von ein paar Thraͤnenweiden unleſerlich gemacht. Doch wie wun⸗ derte er ſich, als er die drei Kinder innerhalb des Kirch⸗ hofs daherkommen ſah; ſie naheten ſich ernſt und ſchweigend dem Monument, das aͤlteſte Maͤdchen legte