Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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am Ziel, und der ſchoͤnſte Abend wollte ihm die vaͤter⸗ lichen Fluren recht vortheilhaft zeigen. Er erinnerte ſich wohl, in ſeiner Jugend dieſes Dorf beſucht zu haben, aber Alles war ihm jetzt fremd. Die Menſchen, die Wohnungen, der Anbau des Landes, die Natur ſelbſt ſchien ihm den Charakter von Beengung und Nothbe⸗ helf zu tragen. Der gewaltige Strom ſeines neuen Vaterlandes, die reifen Baͤume, zwiſchen denen man den duftenden Stauden Raum ließ, ihre breiten Blaͤt⸗ ter zu entwickeln, die Weideplaͤtze zwiſchen den uͤppig wachſenden Mais⸗, Taback⸗ und Indigofeldern, die weit um die bequemen Wohnungen verbreitet lagen, aus de⸗ nen feſtgerollte Wege, mit Baͤumen bepflanzt, zu den Nachbarguͤtern fuͤhrten, hatten ſein Auge an einen Maßſtab gewoͤhnt, bei dem das Gemaͤlde, das dieſe Huͤ⸗ gel einſchloß, zur Miniatur wurde. Das Dorf mit ſeinen kleinen Haͤuſerchen, nach Landesverordnung un⸗ laͤngſt mit Ziegeldaͤchern verſehen, mit ſeinen kleinen Gaͤrtchen, lag wie eine Chriſtbeſcherung vor ihm, und der alte Mann fand, daß ſein Vaterland ihm ſo fremd geworden war, wie die Freude jenes Kinderfeſtes ſeinem truͤben Sinne. Gruͤbelnd ſchritt er laͤngs eines Wald⸗ ſaums hin, der in der halben Hoͤhe einer Huͤgelreihe die Saatfelder begrenzte; jetzt bog er um eine tief ins Thal reichende Ecke des Waldes, von der nicht weit entfernt er den Gottesacker erblickte, und zugleich in dem Schatten der aͤußerſten Baͤume einige Kinder, die mit Kraͤnzeflechten beſchaͤftigt waren. Es war die Jahrs⸗ zeit der Wieſenblumen; zwei kleine Maͤdchen verbrauch⸗ ten einen vor ihnen liegenden Haufen derſelben zu ih⸗