238
Da nun aber Oscars Zeuge herbeigerufen ward und Caspar wirklich hereintrat, begleitet von den zwei Wundaͤrzten, die ſeine Ausſage in der Abtei von St. Clair mit angehoͤrt hatten, uͤberzog Todtenblaͤſſe des Freiherrn Geſicht, den Theilnehmer ſeines Verbrechens vor ſich zu ſe⸗ hen, der auf die ihm feierlich vorgelegte Frage, was er von der Ermordung des Grafen wiſſe, ſein ganzes, ſchon im Kloſter gegebenes Be⸗ kenntniß wiederholte, welches von den beiden Wundaͤrzten als das naͤmliche bezeugt ward, das ſie fruͤher von ihm gehoͤrt hatten.
Ihr hoͤrt, Mylord, rief einer der Richter, indem er ſich an den Freiherrn wandte, weſſen euch dieſer Mann beſchuldigt. Habt ihr etwas zu eurer Vertheidigung anzufuͤhren?—.
Es iſt alles Verlaͤumdung, erwiderte der Freiherr heftig, boͤslich von meinem Erbfeinde ausgebruͤtet, um meinen guten Namen in den Augen der Welt zu ſchaden.— Doch zweiſle ich keinesweges, ſeine boshaften Beſchuldigungen zu nichte machen zu koͤnnen, nur muß ich Ew. Herrlichkeiten bitten, mir bis Morgen Zeit dazu zu goͤnnen, wo ich einen Zeugen meiner un⸗


