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5 aus der Wohnung ihrer Ahnen, deine Ange⸗ lica————
Thraͤnen verhinderten ſie fortzufahren, und
mit traurigem Blicke weilte ſie auf dem Schau⸗ platze ihrer vormaligen Freuden. Die Tage
ihrer Kindheit, da die Hoffnung ſie noch im
Zaubergewande umſchwebt hatte, ſtellten ſich vor ihre Einbildungskraft, ſchwer fiel die rauhe Gegenwart auf ihr armes, beklommenes Herz⸗ dem ein Strom von Thraͤnen endlich Luft machte.
Eduard, der ihren Schmerz bemerkte, ver⸗ ſuchte vergebens, ihn hinweg zu ſcheuchen. An⸗ gelica ſchien taub gegen die Simme des zarte⸗ ſten Mitgefuͤhls; nur der Gedanke an ihren verſtorbenen Vater, ihren verlornen Oscar, be⸗
maͤchtigte ſich ihres Gemuͤths, und im Schwei⸗
gen ihren Schmerz ehrend, ritt Eduard endlich Kihäi neben ihr her.
Als ſie ſich der Burg naheten, ſchauete Angelica nach allen Seiten umher, um irgend eine Spur zu entdecken, daß ſie bewohnt ſei; aber alles erſchien finſter und oͤde, und endlich aͤberzeugt, daß ſie voͤllig verlaſſen ſei/ richteten ie ihre Schritte nach dem Dorfe, und beſchloſ⸗


