3 ſeiner Herrin feſt umklammert hielt. Bald tief in den Abgrund gezogen, bald hoch empor gewor⸗ fen, ſchien eine uͤbernatuͤrliche Macht ihn in der Erhaltung des Weſens beizuſtehen, dem er ſo oft gelobt hatte, bis zum letzten Augenblicke ſeines Lebens treu zu dienen.
Schon wurde ſein Bemuͤhen mit Erfolg gekroͤnt, denn es gelang ihm endlich, die Kuͤſte mit ſeiner theuren Buͤrde zu erreichen; aber nun waren die Kraͤfte der Natur erſchoͤpft, und kaum hatte ſein Fuß Angelica's vaterlaͤndiſchen Strand beruͤhrt, als er bewußtlos an der Seite derjenigen niederfiel, die er aus den Meeres⸗ fluthen gerettet hatte.
Da er nach einiger Zeit wieder zur Beſin⸗ nung kam, ſah er einen alten, ehrwuͤrdigen Mann, eifrig beſchaͤftigt, ihn ins Leben zuruͤck⸗ zurufen. Der erſte Gegenſtand aber, den ſeine matten Augen ſuchten, war Angelica, die er nirgends fand; kaum vermochten noch ſeine Lip⸗ pen ihren Namen auszuſprechen, als der freund⸗ liche Mann neben ihm, ihm die troͤſtliche Verſiche⸗
rung gab, daß ſie gerettet, und in eine, dem
Strande nahe gelegene Huͤtte gebracht worden ſei.


