Teil eines Werkes 
1. Th. (1817)
Entstehung
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in unſerem Stande gebraͤuchlich iſt, daß ich dar⸗ auf wetten moͤchte, er ſei irgend ein verkleide⸗ ter Prinz oder Lobd, der nur eure Liebe auf die Probe ſetzen will.

Angelica verſuchte, unwillkuͤhrlich ſeufzend, die Alte von der Albernheit ihrer Behauptung zu uͤberzeugen; aber dieſe ließ ſich nicht irre machen, und auch Peter ſtimmte ihrer Meinung mit bedeutendem Kopfnicken bei. Noch waren ſie uͤber dieſen Punct mit ihrem Gaſte in freund⸗ lichem Streit begriffen, als der Gegenſtand deſ⸗ ſelben in die Thuͤr trat. Er war waͤhrend des ganzen Morgens abweſend geweſen, um die noͤthi⸗ gen Vorbereitungen zur Reiſe zu treffen, und brach⸗ te die Nachricht, daß in wenigen Tagen ein engli⸗ ſches Schiff von Marſeille zuruͤckſegeln wuͤrde, wohin er ihr rieth am folgenden Morgen zu gehen, in welcher Ahſicht er auch ſchon einen Reifen Magen gole yabe. Angelica bezeugte ihm ihren Dank fuͤr die gehabte Muͤhe, in ei⸗ nem ſo ſchwermuͤthigen Tone, daß Sigismund den Schmerz nicht verkennen konnte, den ſie uͤber ihre nahe Trennung von ihm empfand, und dieſer Gedanke linderte wenigſtens etwas