19 ſes der Glanalvons wachen; denn groß wuͤrde der Triumph ihrer Feinde ſeyn, wenn ſie hoͤrten, daß der Erbe dieſes Hauſes ſich entfernt hielte von einem ſo glorreichen Feldzuge!
So ſchwer es dem Vater auch ward, einen einzigen, geliebten Sohn den Gefahren eines ſol⸗ chen Krieges preis zu geben, ſo beſtimmte ihn doch endlich das eigene, hohe Gefuͤhl der Ehre, Oscars wiederholten Bitten nachzugeben, und die Zubereitungen zur Abreiſe wurden, dem Range und Stolz des vaͤterlichen Hauſes gemaͤß, gemacht. Wenn ſchon der Graf nur ungerne nachgab, was mußte Angelica beim Abſchiede des Bruders fuͤhlen, die, in ihrer gluͤcklichen Einſamkeit erwachſen, nur wenig Sinn fuͤr den ritterlichen Geiſt des Zeit⸗ alters in ſich gehegt hatte und hier nur Gefahr und Tod fuͤr den Gegenſtand ihrer zaͤrtlichen Nei⸗ gung ſah; doch aber war ihre Liebe fuͤr ihn zu wahrhaft, um ſeinen Geiſt durch Klagen niederzu⸗ ſchlagen, ſie gewann es uͤber ſich, ihren Schmerz zu verbergen, ja ſie theilte ſogar ſcheinbar die Hoffnungen des jugendlichen Kampfgeuoſſen.— Endlich kam der ſo lange gefuͤrchtete Tag von Oscars Abreiſe, und ſchon bei den erſten Strah⸗
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