Teil eines Werkes 
1. Th. (1817)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10

Herz ruͤhrte, ſo zeige es nun und laß nach jhn noch einmal ſehen!

In tiefe Traͤumereien verſunken blieb Mor⸗

veu einige Augenblicke ſtumm; ploͤtzlich ſchien es, als wenn ein neuer Gedanke ſich ſeiner bemaͤch⸗ tigte und er erwiderte: nun, es ſey; weil du es ſo ernſtlich wuͤnſcheſt, gehe ich, den Frei⸗ herrn auf dieſe Zuſammenkunft vorzubereiten, und ich bitte dich, waͤhrend dieſer Zeit hier bei La⸗ dy Morven zu verweilen. Ohne eine Ant⸗ wort zu erwarten, verließ er das Zimmer; Con⸗ ſtance hoͤrte ihn ſich des Vaters Bette nahen, und ernſtlich, aber ſo leiſe zu ihm reden, daß ſie den Inhalt nicht verſtehen konnte; endlich kehrte er eäte und winkte ihr mit der Hand, ihm zu folgen.

angſam und wankend nahete ſie ſich dem Bette, warf ſich noch einmal auf ihre Knie und rief mit der groͤßten Anſtrengung: Vater, vergieb mir! ich wage nicht, um deinen Segen zu flehen; aber um des Allerbarmers willen, nimm nur den Fluch von deinem ungluͤcklichen Kinde! Der Freiherr ſchwieg; Morven aber fiel raſch ein: nun, Sir, welche Anwort haben ſie fuͤr Glanal⸗ vons Weib?