Teil eines Werkes 
1. Th. (1817)
Entstehung
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Conſtance verſuchte aufs Neue, ſich ihm zu nahen;

aber ihr unmenſchlicher Bruder, ungeruͤhrt von ihren Thraͤnen und Bitten, bemaͤchtigte ſich ih⸗ rer, zog ſie mit Gewalt in ein anſtoßendes Zim⸗ mer, ſtieß die ſchoͤne Leidende, welche ihn auf ih⸗ ren Knien beſchwor, ſie noch einmal vor ihren Vater zu laſſen, unſanft von ſich, eilte aus dem Zim⸗ mer, verſchloß die Thuͤr hinter ſich und ließ Conſtance ohne Bewußtſein dort liegen.

Als ſie nach einiger Zeit wieder zur Beſinnung kam, fand ſie ſich auf einem Ruhebette liegend; neben ihr ſaß Lady Morven, auf das zaͤrtlichſte mit ihr beſchaͤftigt und ſie mit ſanfter Stimme bittend, ſich zu beruhigen. Noch ehe Conſtance antworten konnte, trat ihr Bruder wild in das Zimmer und rief ſeiner Frau zu: nun iſt die Criſis da und der Arzt erklaͤrt, daß mein Vater kei⸗

ne Stunde mehr leben kann.

Gott, mein Vater im Todeskampf, fuhr Conſtance auf, indem ſie krampfhaft die Haͤnde zuſammen ſchlug, und noch iſt mir keine Verge⸗ bung geworden! Malcolm, fuhr ſie fort, ſich zum Bruder wendend, wenn je Mitleid dein