Teil eines Werkes 
1. Th. (1817)
Entstehung
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ſeine Gemahlin hielt. Bei Conſtancens Eintritte erhoben ſie ſich und der Freiherr fragte mit ſchwa⸗ cher, kaum hoͤrbarer Stimme nach ihrem Begehren. Sie nahete wankenden Schrittes und indem ſie vor ihm niederkniete, rief ſie: Vater, vergieb und ſegne dein Kind! 3

Ruͤhrung und Erſtaunen wirkten zu nachtig bei dieſer unerwarteten Anrede auf den Koͤrper des Freiherrn; ohnmaͤchtig ſank er auf ſeine Kiſſen zuruͤck. Der junge Morven aber ſprang zor⸗ nig auf ſie zu und rief: ausgeartetes Weib! wie kannſt du es wagen, hier zu erſcheinen, nach⸗ dem du die edle Familie, aus deren Blute du entſproſſen biſt, ſo niedrig entehrt haſt? Entfer⸗ ne dich augenblicklich und ſegne die Gnade, welche uns zuruͤck haͤlt, dein Besbtechen nach Verdienſt zu beſtrafen!

Nie, nie, erwiderte Conſtance athemlos, werde ich dieſen Platz verlaſſen, bis ich meinen Vater geſprochen habe; o, aus Mitleid gewaͤhrt mir dieſe einzige, letzte Bitte und ewig will ich den Segen des Himmels fuͤr euch erflehen!

Ein tiefer Seufzer des Freiherrn kuͤndete ſeine Ruͤckkehr ins Leben an und die ungluͤckliche