Teil eines Werkes 
1. Th. (1817)
Entstehung
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lichen Seele nothwendig ſei. Vergebens war jeder Verſuch der jungen Graͤfin zur Ausſoͤhnung mit ihrem Vater; ihre Beſuche wurden abgewie⸗ ſen, ihre Briefe unerbrochen zuruͤckgeſchickt und die Unterwerfung Glanalvons, obgleich ſie dem Stoolz des Freiherrn ſchmeichelte, ward mit Ver⸗ achtung erwiedert. Dieſer immer fortgeſetzte Un⸗ wille des Vaters, der ſchwere Fluch, den er uͤber ſie ausgeſprochen hatte, ließ einen tiefen Stachel in dem gefuͤhlvollen Herzen Conſtancens, den ſelbſt die Gluͤckſeligkeit, welche ſie in den Armen ihres Gemahls genoß, nie ganz daraus verſcheu⸗ chen konnte. In Augenblicken glaubte ſie wohl, die gluͤcklichſte Gattin und Mutter zu ſeyn; aber ungewiß wie die Dauer alles irdiſchen Gluͤckes iſt, ſchien es auch hier den hoͤchſten Punct er⸗ reicht zu haben und dem Sinken nahe zu ſeyn. Zum zweiten Male fuͤhlte ſich Conſtance Mutter, als der Freiherr von Morven in eine gefaͤhrliche Krankheit verfiel, von welcher die Aerzte keine Geneſung hofften.

So lange es nur moͤglich war, ſuchte Glanal⸗ vons Zaͤrtlichkeit dieſe Nachricht vor ihr zu ver⸗ bergen; aber ſeine Vorſicht blieb fruchtlos, da