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Der Freischulze : eine Erzählung / von Moriz Horn
Entstehung
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Chriſtian zuckte zuſammen.Brich es auf, ſagte er haſtig,und lies!.

Georg gehorchte, wurde bleich und mußte ſich an einem Tiſche halten.

Es iſt, ſtammelte er,das Teſtament unſeres Vaters.

Wie ein Baum, den ein Blitzſtrahl getroffen, zu⸗ ſammenknickt, brach Chriſtian an die Erde nieder, der Huſten drohte ihn zu erſticken und nur den Bemühungen Georg's, der über den Unfall des Bruders die eigene Schwäche vergaß, und der herbeigerufenen Leute gelang es nach einer Stunde, Chriſtian zum Bewußtſein zurück⸗ zubringen.

Als er ſo weit ſich erholt hatte, um ſprechen zu können, bat er die Leute, ihn mit dem Bruder allein zu laſſen.

Das Papier behalte ich hier, Dich aber bitte ich, unſerem Juſtitiar, der morgen zum gewöhnlichen Gerichts⸗ tag erſcheint, zu ſagen, daß ich vor ihm mich einfinden würde, er möge das im Dorfe bekannt machen laſſen; Du bringſt Deine Gertrud mit. Nun verlaß mich, ich bedarf Ruhe und Erholung zu meinem Vorhaben?

Was muß denn vorgehen ſollen, fragte Einer den Andern, als man am Gerichtstag früh nach dem grauen Hauſe ging.