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Der Freischulze : eine Erzählung / von Moriz Horn
Entstehung
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254 in der Sonnenſchein ſeines Glückes; plötzlich fiel nicht fern ein Schuß.

Warum erſchrecke ich, fragte ſich ſelbſt Georg und ſeine Stimme zitterte,über dieſen Schuß; hauſt nicht Wenzel, der alte Jäger, in dieſen Gründen? Warum aber zieht mich unerklärlich ein Etwas nach der Gegend, wo der Schuß gefallen?

Mitten durch das Gehölz brach er ſich Bahn und kam in einer anderen Richtung als der gewöhnlichen, auf die uns bekannte Holzblöße mit dem Herenteich.

Was iſt dort für ein ſchwarzer Gegenſtand? liegt nicht Jemand im Graſe? Gott meine Ahnung! wenn mein unglücklicher Bruder

So ſchnell ſeine Füße, an die der Schreck bleiern ſich gekettet, es geſtatteten, eilte Georg nach der Stelle; dort lag Wenzel, eine Schußwunde durch die Bruſt, im letzten Todeskampfe.

Wenzel! warum habt Ihr das gethan? ſprecht, redet!

Der Sterbende ſtarrte ihn an, zuckte mit der Hand nach der Bruſt, brachte ein mit Blut getränktes Papier aus dem Kleid, erhob ſich, um es Georg zu geben, brach aber leblos zuſammen.

Friede Deiner Seele, armer Mann, ich ahne, was Dich zum Selbſtmord getrieben, aber, richtet nicht, ſo werdet Ihr auch nicht gerichtet. Das verſiegelte Papier ohne Auf⸗