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Hier in der Wirthſchaft zu Holzhauſen ſonach überall Glück und Segen, drüben in dem Freiſchulzengute zu
Tannengrün die aufgegangene Saat des von der Mutter
nicht ausgeſprochenen Fluches.
Wie verändert das einſt ſo ſchöne Gut! Die Hand des von Chriſtian eingeſetzten, nur auf ſeinen Vortheil be⸗ dachten Pachters ließ es verkümmern und verkommen, zum Schmerz des ganzen Dorfes, das Chriſtian vermied, wenn er ſich ſehen ließ. Freilich ſelten genug geſchah es. Für ge⸗ wöhnlich lag er im Zimmer, die Fenſter von ſchweren Vor⸗ hängen geſchloſſen, auf dem Sopha, gequält von einem Bruſthuſten, der kurz nach jenem Gerichtstag ſich gezeigt hat; ſein Seelenzuſtand iſt peinigend. Faſt dem Wahnfinne nah ſehnt er den Tod herbei und fürchtet ihn doch.
Kränker als jemals finden wir ihn heut. Ein herr⸗ licher Frühlingstag nimmt von Dorf und Flur ſonnigen Abſchied, die noch ſchmetternden Lerchen verſichern aber die Wiederkehr eines gleichen auf morgen, blüthenreihe Aeſte wiegen ſich im Winde und ein blumengekränzte Frieden wandelt durch die Thäler, die ſich zum Schlummer an⸗ ſchicken. Chriſtian wird durch ein ſtarkes Klopfen an die Thür aus ſeinem Brüten geſchreckt; Wenzel ſteht vor ihm.
„Verzeiht, wenn ich Euch ſtöre, Ihr hattet die Güte, vor nun langer Zeit mir ein Capital auszuſetzen, und ſtelltet mir in Ausſicht, mich rufen zu laſſen. Ich habe lang gewartet, da aber keine Nachricht zu mir kam, ſo machte
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