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Zwölftes Capitel.
Die Sühne.
Frühlingsglück, Frühlingsglanz überall. Die herrliche Zeit, in der Blumen auferſtehen, und Menſchen Herzen entlaſtet-werden von Sorgen und Kummer, war in ihrem regelmäßigen Laufe wieder gekehrt. Georg und Gertrud hatten das Beſitzthum der verſtorbener Eltern in Holzhau⸗ ſen bezogen. Mit der Summe, die dem Teſtamente des Vaters gemäß, das nach Leiſtung des Eides, nunmehr als ein echtes zu gelten hatte, an Georg ausgezahlt wurde, kaufte er ein Stück benachbarter Länderei, das zufällig feil⸗ geboten wurde. Ruhloſe Thätigkeit und unendlicher Fleiß bewirkten bald, daß dieſes neue Beſitzthum die allgemeine Aufmerkſamkeit auf ſich zog.
Um dieſelbe Zeit vertraute ihm Gertrud eine ge⸗ heime, ſüße Botſ ſchaft.


