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„Es iſt geſchehen, und dieſes Meſſer liefert uns Beide
an das Meſſer, wenn ich mich durch den Eid von dem*
Verdachte nicht reinige, den jenes unbedeutende Ding hauptſächlich gegen mich erregt hat.“
„Ein Eid iſt Euch zuerkannt? Dann haben wir ge⸗ wonnen.“
So meint Ihr, ich werde ihn ſchwören? Wenn ich es thue, geſchieht es nicht, um Euch zu retten, ſondern nur, weil ich mir ſelbſt einſt an jenem unſeligen Hochzeits⸗ tage, wo mein Vater mich öffentlich beſchimpfte, geſchwo⸗ ren habe, um jeden Preis Freiſchulze von Tannengrün zu werden, deshalb auch ließ ich die Unterſchiebung der fal⸗ ſchen Urkunde zu. Auf wie lange Zeit ich es bleiben will, und was nachher thuen, iſt mein Geheimniß, das aber ſchwöre ich Euch hier auf dieſer Stelle: Wenzel, ich bezahle Euch für Euere Unvorſichtigkeit oder Falſchheit, denn wer bürgt mir dafür, daß Ihr das Meſſer nicht abſichtlich habt fallen laſſen, ſo, daß Ihr mit der Summe zufrieden ſein ſollt, darauf verlaßt Euch und nun kommt mir nicht wieder vor die Augen, bis ich Euch zur Auszahlung des Euch be⸗
ſtimmten Capitals fordern laſſe als Freiſchulze von Tan⸗ nengrün.“ Chriſtian ging. Wenzel fah ihm lange nach. „Was?“ ſprach er bei ſich,„iſt aus dieſem geworden. Was will er thun? den Eid leiſten und ſich dann ankla⸗ gen. So würde nur ein Verrückter handeln, indeſſen habe


