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ken, das Chriſtian nach der dortigen Gerichtsverfaſſung einen Reinigungs⸗Eid dahin zuerkannte, zu beſchwören, daß er weder ſelbſt das Teſtament untergeſchoben, noch darum wiſſe oder irgend welchen Beiſtand geleiſtet habe.
Nach der Publication dieſes Urtheils mußte Chri⸗ ſtian ohnmächtig aus der Gerichtsſtube getragen werden.
Kaum hatte er ſich erholt— eine gewaltſame Auf⸗ regung verdrängte die Folgen der Ohnmacht— als er fort nach der Waldung eilte.
Laut gellte der Ton der Pfeife, laut antwortete eine zweite und aus den Bäumen trat Wenzel.
„Ei, ei, Herr Chriſtian, nach dem Schall zu urthei⸗ len, habt Ihr es eilig. Sprecht, was iſt's? wollt Ihr mir die frohe Kunde Eurer Freiſprechung bringen. Die war vorauszuſehen, und es freut mich, daß Ihr dies Mal ohne meine Hülfe durchgekommen ſeid, ich hätte frei⸗ lich erwartet, daß Ihr Euch in dem langen Zeitraum, in dem wir uns nicht geſehen haben, ein ganzer Winter iſt darüber vergangen, und wir ſtehen ſchon im erſten Vor⸗ frühjahr,— nach mir geſehnt, indeſſen erſt hat Euch die Krankheit, dann die Unterſuchung bei mir entſchuldigt.“
„Hätte ich,“ herrſchte ihn Chriſtian an,„wiſſen können, daß Ihr das mitgenommene Meſſer verlieren könntet, dann—“
„Teufel! das iſt nicht möglich,“ unterbrach ihn Wen⸗ zel erſchrocken.


