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aufmerkſam zu. Etwas Sonderbares iſt allerdings ge⸗ ſchehen; erſtlich iſt nicht Euer Mann, wie der ſelige He⸗ bart beſtimmt haben ſoll, zum Nachfolger des Vaters im Freiſchulzengut und Amt ernannt, ſondern Chriſtian; zwei⸗ tens haben wir im Archiv einen Gegenſtand gefunden, über den Ihr vielleicht Aufſchluß geben werdet. Iſt Euch dies hier bekannt?“
„Meein lang entbehrtes Trennmeſſerchen, ein Geſchenk meines lieben Georg. Er kaufte es mir in der Stadt, als er mich von dort hierher abholte; ich weiß das, als ob es heute geſchehen, denn ich erinnere mich, daß ich mich ſchämte, ein Geſchenk von Jemand anzunehmen, den man zum er⸗ ſtenmale ſieht; allein Georg bat mich ſo innig, und ich nahm es an, aber erſt dann in Gebrauch, als es anfing unter dem Mieder heftiger zu klopfen, wenn ich ihn ſah.“
„Auf welche Weiſe aber kommt dieſes Meſſer in's Archiv?“
„Das weiß ich eben ſo wenig, als Sie, Herr Ju⸗ ſtitiar.“
„Wann kam es Euch weg?“
„Soll ich Ihnen das auch ſagen?“
„Ich bitte darum.“
„Nun ſo wiſſen Sie, daß Herr Chriſtian ſich um meine Liebe bewarb. Einſt, als ich bei einer Arbeit das kleine Meſſer gebrauchte, ſaß er neben mir. Ich weiß nicht wie, kam die Rede auf dasſelbe und ich erzählte ihm, wie


