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freien Seele nicht erfaſſen, daß die ewige Weisheit und Liebe uns nichts nimmt und nehmen kann, ohne uns zwie⸗ und mehrfachen Erſatz dafür zu geben. Habt Ihr dieſen Glauben in Euch zu der Ueberzeugung erhoben, wie ich ſie habe, dann werdet Ihr mir folgen.— Erinnert Euch, wie ſehr Euer guter Vater, mein in Gott entſchlafener vieljäh⸗ riger Freund und muſterhaftes Beichtkind, dieſes Gut liebte gleich ſeinem Augapfel, wie es ſein Stolz war, einer Fa⸗ milie anzugehören, in welcher dieſe Beſitzung vom Vater auf den Sohn von grauer Vorzeit her, ein recht theures Erbſtück, überging, und ſagt mir dann, ob wir das An⸗ denken an den Heimgegangenen nur durch Thränen und ſchmerzliches Hingeben ehren oder ob nicht beſſer dadurch, daß wir ſein Liebſtes, was er zurückließ, ſein Gut, ſein Haus nach allen Seiten hin ſo erhalten, wie es bei ſeinem Tode war. Ja, mein liebſter Andreas, wäre es auch nur ein kind⸗ licher Glaube, daß die Heimgegangenen mit uns noch in einer gewiſſen Beziehung ſtehen, Kenntniſſe haben von unſerem Treiben und Thun hienieden, ſo bereiten wir ihnen eine Freude, wenn wir mit treuer Anhänglichkeit die Bahnen, die ſie gingen, fortgehn.
Zudem giebt uns ein Blick durch dieſes Fenſter eine Lehre, die wir befolgen müſſen. Laßt mich, ehe ich weiter davon ſpreche, noch Eins erwähnen. Wir Menſchen erle⸗ ben von Kindesbeinen an ſo oft den Wechſel der Jahres⸗ zeiten, daß wir, weil„die Gewohnheit unſere Amme iſt,“


