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Stammgebäude ſei vor langer Zeit entſtanden, ſo irrten wir uns nicht, denn an der weſtlichen Giebelſeite leſen wir die Zahl 1648, alſo das Schlußjahr jenes unheilvollen Krieges, welcher dreißig Jahre lang die Welt verwüſtete.
Auffallend iſt, daß der hinter dem Hauſe unmittelbar gelegene Steinbruch, deſſen Verfallenſein die Menge Brom⸗ beerſträucher anzeigen, welche ihr Rankennetz über Geröll und Schutt ausgeſponnen haben, nicht ausgefüllt wor⸗ den iſt.
Wir erklären das uns wohl am beſten dadurch, daß jener Bruch vor Zeiten den Wohlſtand der Familie begründet haben mag. Ein ſich daher ſchreibendes Pietätsgefühl hat die Ausfüllung des Keſſels fort und fort verſchoben, ein Beſitzer nach dem andern an das Vorhandenſein des Bru⸗ ches ſich gewöhnt, und da außerdem das Gut Areal in Hülle und Fülle beſitzt, iſt keine Nöthigung vorhanden ge⸗ weſen, durch Ausſchütten der Tiefe Bodenfläche zu gewin⸗ nen. Im Uebrigen gewahrt man die Stelle nur dann, wenn der Herbſt den dichten Ginſterzaun des Gartens, der um den Felſenbruch herumliegt, entblättert hat. Dieſe Gartenflur in ihrem geſegneten Gedeihen contraſtirt ſelt⸗ ſam genug mit dem öden Steingeklüfte.
An jene, in der wir ein kleines Nußbaumgehölz, mit Ruhebänken und Gängen verſehen, nicht übergehen wollen, weil die Beſitzer des Gutes dieſen Platz zu ihrem Liebling auserſehen haben, ſtoßen unmittelbar die lang hinauslie⸗


