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Der Freischulze : eine Erzählung / von Moriz Horn
Entstehung
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Da der Hauptſchauplatz unſerer Erzählung dort ſein wird, müſſen wir es von Außen und Innen kennen lernen, auch der Umgebung kürzlich gedenken. Wir begeben uns alſo dahin und ſtehen jetzt an dem breiten Hofthor.

Die beiden mächtigen Linden davor, aus deren Kronen uns ein: Willkommen! entgegenrauſcht, ſind keine Jüng⸗ linge mehr, ſie mögen wohl manchen Bewohner des Rich⸗ tergutes ſo heißt der Gebäudecomplex, den wir vor uns ſehen, erhaben hinaustragen geſehen haben zu dem Kirchhofe, deſſen Kreuze und Steine da drüben auf der Anhöhe luſtig im Morgengolde der Sonne ſchimmern und ganz vergeſſen zu haben ſcheinen, daß ſie, als Denkmale der Trauer, die Freude nicht kennen ſollen.

Der Hofthür mit den beiden ehrwürdigen Linden zur Seite über das Gehöfte hinüber, ſehen wir das alterthüm⸗ liche Wohn⸗ und Familienhaus. Jetzt fällt uns auf, was wir von Weitem nicht bemerken konnten, daß das Haus alter und neuer Zeit angehört; urſprünglich darauf weiſen viele Umſtände hin iſt es nur ein Holzbau mit Lehm⸗ wänden geweſen, mit der Zeit ſchadhaft gewordene Theile hat man nicht wieder aus demſelben Material gebaut, ſon⸗ dern den maſſivern Reparaturbau gewählt, vielleicht auch den Landesgeſetzen gemäß wählen müſſen. Maſſiv ſind alle den Hof umgebende Seitengebäude, die Ställe und die Scheuern.

Nahmen wir vorhin an, das Haupt⸗, und ſo zu ſagen