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Peregretta : ein Roman / von Hans Hopfen
Entstehung
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der Wiedergefundenen, und wie ſie ſo da lag in den

blendenden Kiſſen, auf denen das dunkele Haar ſich ringelte; die Blicke nicht von ihrem Gatten wendend, als wollte ſie auf einmal nachholen, was ſie mon⸗ denlang ſchmerzenreich entbehrt hatte; die mageren Wangen leicht geröthet vom noch einmal aufleuchten⸗ den Wiederſchein eines untergehenden Glückes; die ſchmalen weißen Hände regungslos geduldig ausge⸗ ſtreckt auf der dunklen Seide ihrer Decke da meinte man den leidenden Engel der Weiblichkeit zu ſehen, und wer einen Kummer hatte in ſeinem Herzen, der hörte auf daran zu glauben, wenn er den Glanz erkannte, der von dem Angeſicht dieſer glücklichen Dulderin ſchimmerte.

Allein hier in ihren Gemächern verſchwand Pe⸗ regretta ſo gut wie gänzlich für uns. Heinrich ſaß den langen Tag vor ihr, er hielt ihre Hände, er ſtrich ihr das Haar aus der Stirne, er ſprach leiſe mit ihr und ließ ſich von ihr ebenſo erzählen. Jeder Tritt einer Sohle im Nebenzimmer war ihm eine unlieb⸗ ſame Störung; jedes Wort, jeder Blick, die wir an ſein Weib richteten, galt ihm ein Raub an ſeiner Liebe. Er wollte ſie allein haben und wir mußten ihm dieß billig gewähren; ſelbſt die Wehmutter und die Müllerin, welche der Kranken wartete, beſchränk⸗ ten ſich auf die nothwendige Hülfe, die anderen Haus⸗ 19